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Zitate

Liebe kann man lernen. Und niemand lernt besser als Kinder. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich nicht wundern, wenn sie selber lieblos werden.
Lindgren, Astrid Schwedische Kinderbuchautorin, 1907-2002.


Tipps im Chat für Kids

Tipps im Chat für Kids

Täter fragen oftmals im Chat Mädchen und Jungen auf eine hinterlistige Art und Weise aus, um deren wirklichen Namen, Adresse, Schuladresse, Telefon- oder Handynummer herauszubekommen.

Einige Chaträume verlangen bei Anmeldung die Angabe von Namen, Telefonnummern und Adressen.

Einige planen, Kinder und Jugendliche per Telefon sexuell zu belästigen, ihnen Pornos aufs Handy zu simsen oder sie vor der Wohnung oder der Schule anzusprechen und blöd anzumachen

Gib niemals deinen wirklichen Namen, Adresse, Schuladresse, Telefon- oder Handynummer im Chat oder per E-Mail weiter!

Es kann leicht passieren, dass diese Angaben dann offen im Internet erscheinen und alle sie lesen können.

Verwende für Anmeldeformulare einen Fantasienamen und denk dir eine Adresse aus. Das ist kein Lügen sondern persönlicher Schutz!

Ein Passwort ist wie ein Wohnungsschlüssel oder der Pincode deines Handys. Wer das Passwort kennt, hat den Zugang zu sehr persönlichen Informationen.

Kinder mit einem Nickname, der das Alter verrät oder das Aussehen des Mädchens/Jungen beschreibt, werden von Täter und Täterinnen besonders häufig im Chat belästigt (z.B. suessee12w oder tangalady und cooler_boy12 oder loverboy13).

Denk dir einen Nickname aus der keine Hinweise auf die eigene Person gibt, nichts mit Sex zu tun hat und keine Täter und Täterinnen auf dich aufmerksam macht.

Deshalb sollten dein Passwort nur enge Vertrauenspersonen kennen, die du schon lange persönlich kennst und bei denen du sicher sein kannst, dass sie nicht „in deiner Post rumschnüffeln“, unter deinem Namen Mails verschicken oder chatten.

Gib dein Passwort niemals an Leute aus dem Chat oder an E-Mail-Bekanntschaften weiter! Einen Wohnungsschlüssel gibt man doch auch nur ganz wenigen Menschen!

Viele Chats bieten die Möglichkeit, in einem Profil Angaben zur eigenen Person zu machen (z.B. die Telefonnummer anzugeben). Einige Täter und Täterinnen versuchen, über diese Informationen herauszufinden, wo die Mädchen Jungs in Wirklichkeit leben und tauchen dann plötzlich vor der Schule oder zu Hause auf. Andere nerven mit Anrufen oder SMS.

Alles, was du im Chatraum schreibst, können alle, die im Chat sind, lesen. Du weisst nie, was andere mit deinen Informationen machen. Bleibe misstrauisch, auch wenn eine Person im Chat sagt, sie sei dein Freund.

Im Profil solltest du niemals richtige Angaben machen. Du solltest z.B. deinen Namen und dein Geburtsdatum verändern und eine andere Stadt oder Strasse als Wohnort angeben. Sonst besteht die Gefahr, dass die Täterin/der Täter bald bei dir zu Hause auftaucht.

Im Chatraum solltest du niemals persönliche Informationen mitteilen und auch keine Informationen über Freunde, Freundinnen, Familienangehörige oder andere Menschen weitergeben.

Einer Person im Chat solltest du längst nicht alles erzählen, was du deinen wirklichen Freunden und Freundinnen erzählst.

Oft ist es witzig, sich im Chat als jemand ganz anderes, als man in Wirklichkeit ist. Das nennt man „faken“. Fakenist ganz einfach, denn im Chat kann man den Gesprächspartner nicht sehen. Auch eine Webcam- Übertragung und ein Foto können eine andere Person zeigen als die, mit der man chattet. Viele Täter und Täterinnen geben sich als Kinder und Jugendliche aus, sind in Wirklichkeit aber schon viel älter.

Manchmal kannst du nicht erkennen, dass ein anderer Chatter eine Person ist, die du in Wirklichkeit kennst (z.B. ein Schüler, der auch in deine Schule geht). Es kann ganz schön peinlich werden, wenn du ihm zu viel anvertraust.

Es ist schlau, Chat- und E-Mail-Freunden gegenüber misstrauisch zu sein und nicht alles zu glauben.

Chatfreunden gegenüber sollte man sehr vorsichtig sein.

Verabredungen mit Chatfreunden können gefährlich sein, denn man weiss nie, wie alt der Chatfreund wirklich ist und was er wirklich will.

Du solltest dich niemals ohne Begleitung eines Erwachsenen mit einem „Chatfreund“ treffen. Es reicht nicht, deine Freundin oder deinen Freund mitzunehmen.

Das erste Treffen sollte immer an einem öffentlichen Ort stattfinden, an dem sich auch andere Menschen aufhalten (z.B. ein Restaurant oder ein Jugendtreff).

Täter und Täterinnen versuchen oftmals, herauszufinden, ob Mädchen und Jungs alleine vor dem Bildschirm sitzen oder den Computer alleine benutzen. Sie wollen nicht, dass Eltern oder andere mitbekommen, wenn sie mit Kindern und Jugendlichen über Sex chatten oder Nacktbilder senden um ihre Webcam benützen.

Es ist clever, wenn du z.B. sagst, dass deine Eltern gleich kommen und auch den Computer benutzen – auch wenn das gar nicht stimmt. Gemeine Typen werden oft vorsichtiger, wenn sie befürchten, dass andere etwas mitbekommen.

Viele Täter und Täterinnen möchten ohne viel Stress neue Opfer finden.

Chatten ist oft witzig. Chatten kann aber auch peinlich sein und Angst machen. Es ist clever, wenn du dir gut überlegt hast, mit wem du über unangenehme Gefühle reden kannst oder wenn du Angst hast.

Vielleicht kannst du gut mit deinen besten Freunden oder Erwachsenen (Mitarbeiter im Jugendtreff oder deinen Eltern) darüber sprechen. Mit wem sprichst du?

Schreib in dein Profil, dass du jeden sperrst, blockst oder ignorierst, der mit dir über Sex chatten will. Schreib auch, dass jedem das Gleiche passiert der dir Nacktbilder schickt. So wirst du vermutlich weniger belästigt.

Es ist nicht feige, sondern mutig, sich selber einzugestehen, wenn einem etwas im Chat Angst macht.

Bekommst du beim Chatten ein blödes Gefühl, so verlass den Chatraum, rede mit Freundinnen und Freunden darüber und hol dir Hilfe!

Findest du es auch spannend, über Freundschaft, Liebe und Sex zu sprechen? Deine Freunde können dich sicher auch beraten, wenn es dir einmal nicht so gut geht. Sprich mit deinem besten Freund/deiner besten Freundin über deine Ängste. Tue dies nicht mit Leuten aus dem Chat: Gemeine Typen versuchen, sich bei Kindern und Jugendlichen einzuschleimen indem sie ganz locker über diese Themen chatten. Aber du weißt nicht, ob du deren Rat vertrauen kannst!

Im Internet gibt es eine Website, wo du Informationen über Liebe und Sex bekommst: www.tschau.ch

Fotos kann man auf dem Computer verändern. Deshalb weiss man nie was andere mit dem eigenen Foto, das kann auch von deiner eigenen Webcam oder von deinem Handy stammen, machen.

Einige Täter und Täterinnen machen auf ganz gemeine Art und Weise Sexfotos und versuchen, Mädchen und Jungen anschliessend damit zu erpressen.

Du solltest kein Foto in dein Profil stellen und auch kein Foto an Chatpartner verschicken – auf keinen Fall ein Foto, auf dem Unterwäsche, ein heisses Top, eine Badehose oder ein Badeanzug trägst!

Viele Kinder und Jugendliche schämen sich, wenn etwas passiert ist. Oder sie trauen sich nicht, ihren Eltern zu erzählen, welche üblen Sachen sie im Chat erleben.

Sie haben z.B. Angst, dass ihre Eltern ihnen dann das Chatten verbieten, obschon sie dafür nicht verantwortlich sind.

Alle Chatter und Chatterinnen sollten sich im Voraus überlegen, mit welchen Freundinnen, Freunden und Erwachsenen sie reden können und wer ihnen hilft, falls sie im Chat an böse Typen geraten.

Weißt du, mit wem du sprechen kannst?

Fiese Typen benutzen Tricks, um sich mit Mädchen und Jungs im Internet anzufreunden.

Manchmal kann man diese Tricks am Anfang nicht so leicht durchschauen, und es wird einem erst viel später klar, wie gemein der andere ist und dass man den Kontakt eigentlich nicht will.

Es ist verboten, wenn Erwachsene oder Jugendliche Mädchen und Jungen zu sexuellen Handlungen auffordern oder ihnen per Webcam zeigen, wie sie sich selbst sexuell befriedigen.

Ebenso ist es strafbar, Mädchen und Jungs Sexfotos zu schicken, sich mit ihnen zum Sex zu verabreden oder sie bei einem Treffen sexuell zu missbrauchen.

Auch wenn du dich nicht an Abmachungen mit deinen Eltern gehalten hast: Du hast keine Schuld, wenn du durch Chatfreunde sexuell belästigt wirst. Schuld haben immer die Täter und Täterinnen!




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