SSD Festplatten
Hohe Geschwindigkeit ist nicht das einzige Plus von Solid State Drives (SSD) gegenüber den Harddisks (HDD) mit mechanischen Scheiben. Die neuen Datenträger sind fast geräuschlos, sehr leicht, unempfindlich gegen Erschütterungen, brauchen kaum Kühlung und sparen Strom. Doch die modernen Laufwerke sind nicht für jeden Einsatzzweck gleich gut geeignet. Entscheiden Sie sich für ein SSD, gibt es zudem einige Regeln beim Gebrauch zu beachten. Nur so sind eine gute Performance und lange Lebenszeit des Laufwerks garantiert
Für welches Betriebssystem ist eine SSD Festplatte sinnvoll?
Windows 7 ja, XP/Vista nein
Für Windows XP oder Vista lohnt sich ein SSD kaum. Der Tuning-Aufwand ist zu hoch, der Tempogewinn minimal. Womöglich ist auch Ihr Laufwerkscontroller veraltet. Warten Sie mit dem SSD-Kauf besser, bis Sie auf aktuelle Hardware mit aktuellem Betriebssystem umsteigen: Windows 7 und die neuen Linux-Distributionen (z.B. Ubuntu Linux ab Version 10.10) unterstützen SSDs perfekt. Das betrifft vor allem das Tempo und den schonenden Umgang mit den Speicherzellen.
SATA-Modus prüfen
Ändern Sie den Modus bei einer Neuinstallation des Systems auf AHCI oder SATA
Bei einer frischen Installation auf ein SSD gibt es eigentlich nur eines, das Sie kurz nachprüfen sollten:
Suchen Sie in den BIOS -Einstellungen Ihres PCs nach dem SATA/AHCI-Modus. Wenn dieser auf IDE oder Compatible steht, ändern Sie ihn auf SATA bzw. AHCI.
Nun können Sie mit der Installation loslegen und profitieren von optimalen Einstellungen. Ins BIOS gelangen Sie, indem Sie kurz nach dem PC-Start die Taste Del, ESC oder F2 drücken. Die richtige Taste für Ihren Computer wird jeweils beim PC-Start angezeigt
Verzicht auf Schnellstart
Die Funktionen «Superfetch» und «Prefetch» sorgen dafür, dass Programme schneller starten. Das machen sie, indem Teile eines Programms vor dem Start geladen werden. Auf SSDs sollten Sie diese Funktionen abschalten, um den Speicher zu schonen. Der Tempoverlust ist kaum spürbar. Klicken Sie auf den Start-Knopf von Windows, geben Sie regedit ins Suchfeld ein und drücken Sie Enter. Navigieren Sie zu folgendem Registry-Schlüssel und klicken Sie diesen an:Die Funktionen «Superfetch» und «Prefetch» sorgen dafür, dass Programme schneller starten. Das machen sie, indem Teile eines Programms vor dem Start geladen werden. Auf SSDs sollten Sie diese Funktionen abschalten, um den Speicher zu schonen. Der Tempoverlust ist kaum spürbar. Klicken Sie auf den Start-Knopf von Windows, geben Sie regedit ins Suchfeld ein und drücken Sie Enter. Navigieren Sie zu folgendem Registry-Schlüssel und klicken Sie diesen an:
Im rechten Fenster ändern Sie EnableSuperfetch und EnablePrefetcher per Rechtsklick jeweils auf den Wert 0
SATA-Modus später ändern
Es ist auch möglich, den SATA/AHCI-Modus nach der Installation des Betriebssystems zu ändern: Prüfen Sie zuerst, ob Sie die Einstellung im BIOS finden; ändern Sie diese aber noch nicht. Starten Sie nun Windows, klicken Sie auf den Start-Knopf, tippen Sie regedit ins Suchfeld ein und drücken Sie Enter. Navigieren Sie zu folgendem Zweig und klicken Sie ihn an:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\msahci
Im rechten Teil des Fensters wählen Sie mit Rechts den Eintrag start und gehen zu Ändern. Die vorhandene 3 ersetzen Sie durch 0 (null), Starten Sie das System neu, ändern Sie dabei gleich die Einstellung im BIOS.
Verzicht auf Schnellstart
Die Funktionen «Superfetch» und «Prefetch» sorgen dafür, dass Programme schneller starten. Das machen sie, indem Teile eines Programms vor dem Start geladen werden. Auf SSDs sollten Sie diese Funktionen abschalten, um den Speicher zu schonen. Der Tempoverlust ist kaum spürbar. Klicken Sie auf den Start-Knopf von Windows, geben Sie regedit ins Suchfeld ein und drücken Sie Enter. Navigieren Sie zu folgendem Registry-Schlüssel und klicken Sie diesen an:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\MemoryManagement\PrefetchParameters
Kein Defragmentieren
Bei Solid State Drives ist ein Defragmentieren überflüssig – ja sogar schädlich. Schalten Sie allenfalls die automatische Defragmentierung ab und verzichten Sie auf ein manuelles Defragmentieren. Klicken Sie dazu im Startmenü mit Rechts auf Computer, gehen Sie zu Verwalten und klappen Sie unter Dienste und Anwendungen die Dienste auf. Der Dienst Defragmentierung sollte auf «Deaktiviert» stehen. Wenn nicht, ändern Sie den «Starttyp» mittels Rechtsklick entsprechend.
Danach stoppen Sie noch die zugehörige geplante Aufgabe: Nach dem Klick auf den Start-Knopf von Windows tippen Sie defrag ins Suchfeld ein und drücken Enter. Klicken Sie auf Defragmentierung. Via Zeitplan konfigurieren deaktivieren Sie jetzt die Option «Ausführung nach Zeitplan».
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HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\MemoryManagement\PrefetchParameters
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Basel und Umgebung, Thomas Weibel
Kanton AG Stephan Ellenberger
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